Melanochromis auratus




Vorkommen:

Diese Art wird  südwestlich des Sees, zwischen Jalo Reef und Krokodil Rocks in der Felszone gefunden.
Eine ähnliche Art wurde bei Kande gesichtet.




Größe:

Männchen: ca. 11 cm
Weibchen: ca. 9 cm

 

Ernährung:

Ernähren sich in ihrer natürlichen Umgebung vom Felsenaufwuchs (limnovore).

 

Sozialverhalten:

Die Melanochromis auratus sind innerartlich sehr aggressiv, anderen Tieren gegenüber weist dieser Mbuna eine gewisse Aggressivität auf. Auch Weibchen haben untereinander eine feste Rangordnung und gehen nicht zimperlich miteinander um.
 

Besonderheit: Dominante Weibchen können unter Umständen die Färbung der Männchen annehmen, wodurch sie ihre Stellung in der Rangordnung der Gruppe demonstrieren. 

Geeignete Arten zur Vergesellschaftung findet man bspw. in den Gattungen Maylandia, Tropheops, Labeotropheus oder Petrotilapia. 

 

Aquariumgröße und Geschlechterverhältnis:

Aquarium ab 400L und mindestens 150cm Kantenlänge und 50cm Tiefe (Artenbecken), aber auch hier gilt, die Grundfläche ist ausschlaggebend, sollte aber niemals unter 120cm Kantenlänge fallen, bei einer Mindesttiefe von dann 70cm.

Vorgeschlagenes Geschlechterverhältnis ist mit einem Männchen zu 3 bis 4 Weibchen zu empfehlen ( 1/3-4 ) ein Verhältnis 1 zu 1 stellt auch kein Problem dar.



Bei Becken mit 160cm Kantenlänge und 60cm Tiefe ist aber durchaus auch ein Verhältnis von 3 Männchen zu 7 Weibchen möglich ( 3/7 ).


Melanochromis auratus
Melanochromis Auratus Männchen & Weibchen

 

Erfahrung aus der Community:

Anmerkung zur Rubrik "Erfahrungen aus der Community":
Folgende Erfahrungen spiegeln nicht immer die eigentliche Charaktereigenschaften der jeweiligen Arten wieder. Die folgenden Erfahrungen sind auch immer vom Beibesatz und der Beckengröße, sowie der Einrichtung abhängig.
Somit dienen die Erfahrungen nur als kleiner Anhaltspunkt und NICHT als sichere Artbeschreibung.

Erfahrungsbericht von Sven Vickermann:

Meine ersten Melanochromis auratus pflegte ich vor vielen Jahren als einen meiner ersten Malawis. Damals in einem 360L Becken mit den Maßen 120*50*60cm gemeinsam mit Labeotropheus trewavasae und Maylandia estherae. 

Das Becken war natürlich für alle drei Arten erheblich zu klein, leider war mir das damals zunächst nicht bewusst, die Informationsquelle waren zu der Zeit leider noch sehr beschränkt. Schon nach kurzer Zeit haben sich jedoch zunächst die Weibchen der Melanochromis auratus gegenseitig getötet bis nur noch eines übrig war und im Anschluss hat dann das Männchen begonnen mir den restlichen Besatz zu zerlegen. Habe ihn damals dann an in einen Aquristikladen in der Nähe gebracht und konnte somit zumindest noch einen Teil des Besatzes retten. 

Danach hatte ich natürlich erstmal eine Weile „die Schnauze voll" von dieser Art. 

Nach einigen Jahren sah ich dann wieder eine wunderschöne Gruppe dieser Art und konnte nicht daran vorbeigehen. Habe dann einen neuen Versuch gestartet, diesmal in einem größeren Becken mit 160*50*50cm und auf anraten des Verkäufers zunächst nur mit einem Pärchen. In dem Becken schwammen bereits Cynotilapia afra, Labidochromis caeruleus, Maylandia estherae, Maylandia greshakei und Pseudotropheus sp. „Acei". Mit dem Pärchen ging es allerdings nicht lange gut da das Männchen das Weibchen zu sehr bedrängte, woraufhin ich noch zwei weitere Weibchen dazu setzte. Das ging dann zunächst einige Monate ohne Probleme doch dann, als das Maylandia greshakei Männchen eines Tages aus dem Becken sprang haben sie Ihre Chance genutzt und sich von Heute auf Morgen an die Spitze der Rangordnung gesetzt. Damit begann dann auch wieder das Übel und es begann ein ähnliches Spiel wie ein paar Jahre zuvor. Diesmal griff ich jedoch früher ein bevor es zu größeren Verlusten kommen konnte. Die Tiere wurden vorübergehend umquartiert bis ich eine Weile später das Becken eines Bekannten mit den Maßen 180*60*50 übernehmen konnte. Darin habe ich die Tiere dann über etwa zwei Jahre erfolgreich gepflegt, bis mir innerhalb weniger Tage der Bestand durch irgendeine Krankheit verstarb (aus heutiger Sicht vermutlich Darmflagellaten oder ähnliches) und das Becken zum NonMbunabecken umfunktioniert wurde. 

Wieder eine Weile später hielt ich die Tiere dann ein weiteres mal, diesmal einen wunderschöne Harem der Standortvariante von „Thumbi West" und zu der Zeit dann zunächst in einem 150*60*60cm Becken, was auch soweit auch problemlos lief. In dem Aquarium schwammen zu der Zeit noch Maylandia aurora und mein damalig ganzer Stolz Maylandia Zebra „Thumbi West" die mir ein Bekannter meines Vaters aus dem Osten mitgebracht hatte. 

Auch danach pflegte ich diese Art noch mal, dann aber in größeren Becken was jeweils auch problemlos lief, da half dann natürlich auch die Erfahrung die ich zuvor mit der Art gesammelt hatte. 

Als Fazit kann ich sagen dass ich die Tiere selbst nicht unter 150*60*60cm pflegen würde. Dann aber auch nur wenn die vergesellschafteten Arten entsprechend robust sind und das Becken gut strukturiert eingerichtet ist. 

Für eine Gruppenhaltung sollten mindestens 180*60*60cm zur Verfügung stehen, besser mehr. 

Als Alternative für etwas kleinere Becken kann ich bspw. Melanochromis dialeptos empfehlen. Diese Art wurde früher als Melanochromis sp. „Auratus Dwarf" geführt, was zu deutsch soviel wie „Zwergauratus" bedeutet. Die Tiere sind den M. auratus optisch recht ähnlich, bleiben aber deutlich kleiner und sind um einiges verträglicher.



Beitrag: Malawi Germany
Erfahrungsbericht aus der Community: Sven Vickermann
Bilder: Birger Lessow(Barschkeller), Michel Raab (Malawium)
Video: Raphael Mbuna