Die Fütterung - Grundlagen

Bevor wir uns mit verschiedenen Futtersorten auseinander setzen, sollten wir einen gewissen Grundsatz festlegen:

"Weniger ist mehr"

"Weniger ist mehr" trifft bei der Fütterung von Malawiseebuntbarschen definitiv zu! Es gibt nichts schlimmere für unsere Schützlinge, als wenn wir sie mit dem proteinreichen Futter regelrecht vollstopfen. 

Vollgestopfte Tiere leiden viel schneller an Verfettung und neigen schneller zum Parasitenbefall. Dies gilt es zu verhindern, indem wir einfach weniger füttern. Doch wie viel ist die richtige Menge?

Nun... Dazu gibt es kein Patentrezept. Als Faustregel kann man durchaus sagen, dass man nur so viel füttern soll, wie die Tiere in einer Minute schaffen zu fressen.

Doch ist das nun genug? Das ist natürlich stark vom Besatz und der Größe der Tiere abhängig.

Ich für meinen Teil empfinde es als besonders sinnvoll, meine Tiere 1-3 mal am Tag zu füttern. Natürlich werden die Mengen dann entsprechend reduziert.

 

Abwechslungsreich füttern, oder dem "bewährtem" treu bleiben?

Wir haben dieses Thema intern besprochen und sind alle zum selben Ergebnis gekommen. Es empfiehlt sich, bei dem "bewährtem" Futter zu bleiben und nicht ständig das Futter zu wechseln. 

Ganz egal, welches Futter (Marke) bevorzugt wird, ob von Tropical, Söll, Sera, JBL... Wir haben alle unseren kleinen Mix und favorisieren verschiedene Sorten, welche regelmäßig gefüttert werden. Je nach Ernährungstyp der Tiere, wird entsprechendes Futter gemischt. Gerne auch 2-3 Sorten, diese werden dann aber nicht ständig abwechselnd gefüttert, wenn eine Dose gerade mal leer ist. Gerne darf das Verhältnis des gemischten Futters varieren:

Ein Beispiel für carnivore Arten:
Montag: 70% Sera Flora + 30% Söll Power Flakes
Dienstag: 100% Sera Flora
Mittwoch: 100% Söll Power Flakes
Donnerstag: 70% Sera Flora + 30 Söll Power Flakes
Freitag: 60% Sera Flora + 40% Söll Power Flakes
Samstag: Fastentag (MUSS NICHT - Schadet aber auch nicht unbedingt!)
Sonntag: 80% Sera Flora + 20% Söll Power Flakes

Wieso nicht eine Dose JBL Tanganjika füttern und wenn diese leer ist, eine Dose Söll Power Flakes und danach dann Guggenbühl usw... ?

Das ist einfach zu erklären. Unsere Fische gewöhnen sich an das Futter. Jede Sorte wird vom Fisch anders verwertet. Jede Futterumstellung bedeutet für den Fischkörper also auch eine Umstellung. Solche Umstellungen bedeuten in den meisten Fällen Stress für die Tiere. Eine solche Futterumstellung macht sich bei Wildfängen öfter bemerkbar. Hier ist absolute Vorsicht geboten! Dieses Thema wird in diesem Beitrag aber nicht weiter vertieft, weil es den Rahmen sprengen würde.

 

Woran erkenne ich, ob ich zu viel, oder zu wenig füttere? 

Die Antwort werden die Fische nach ca. einer bis zwei Wochen Fütterung geben. Sollte die Bauchlinie nach außen gewölbt sein, so wurde definitiv zu viel gefüttert und man sollte die Menge reduzieren.

Ist die Bauchlinie grade, oder ganz leicht nach innen gewölbt, so hat man die Bestätigung, dass "richtig" gefüttert wurde.

Aulonocara steveni usisyaAulonocara steveni usisya - Hier ist die ganz leicht nach innen fallende Bauchlinie gut zu sehen. Resultat: gut gefüttert!

 

Wann sollten wir füttern? Lieber morgens, oder eher abends?

Das ist vollkommen egal! Es wird gefüttert, wenn der Halter daran denkt. Klingt komisch... Ist aber so! Es ist nicht nötig, unseren Schützlingen einen festen Speiseplan mit Zeiten vorzulegen. Im See gibt es auch nicht immer zu bestimmten Uhrzeiten etwas.

 

Beitrag: Steven Sasin
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Bilder: Thomas Bovi